Zum Inhalt springen
Recruiting mit Video

Recruitingvideos: Authentische Einblicke für Bewerber

Echte Mitarbeitende statt Hochglanz: Worauf es bei einem Recruitingvideo ankommt, wie der Dreh abläuft und wie du aus einem Drehtag mehrere Formate machst.

Von Samuel Gläser5 Min. Lesezeit
Handwerker in Arbeitsschürze wird in seiner Werkstatt für ein Recruitingvideo interviewt, Kamera und Licht im Vordergrund
Kurz gesagt: Ein gutes Recruitingvideo zeigt echte Mitarbeitende an ihrem echten Arbeitsplatz und konzentriert sich auf eine klare Botschaft: Was macht dich als Arbeitgeber aus? Aus einem gut geplanten Drehtag entstehen mehrere Versionen, zum Beispiel ein längerer Film für die Karriereseite und kurze Clips für Social Media und Stellenanzeigen. Am Ende muss klar sein, wie Interessierte den nächsten Schritt gehen.
Stellenanzeigen ähneln sich oft: flache Hierarchien, ein motiviertes Team, spannende Aufgaben. Für Bewerber ist es schwer zu erkennen, wie sich die Arbeit in einem Unternehmen wirklich anfühlt. Ein Recruitingvideo kann genau diese Lücke schließen. Hier erfährst du, worauf es ankommt und wie du typische Fehler vermeidest.

Was ist ein Recruitingvideo, und wofür brauchst du es?

Ein Recruitingvideo stellt dein Unternehmen als Arbeitgeber vor oder wirbt für eine konkrete Stelle. Es zeigt, wer bei dir arbeitet, wie der Alltag aussieht und warum es sich lohnt, dazuzugehören. Gerade wenn Fachkräfte knapp sind, entscheidet oft nicht das Gehalt allein, sondern ob sich jemand im Team und in der Arbeit wiederfindet. Video macht das sichtbar, bevor das erste Gespräch stattfindet.
Ein Recruitingvideo ist dabei ein Baustein deiner Arbeitgebermarke. Wie es sich in eine längerfristige Strategie einfügt, beschreibe ich im Beitrag Employer Branding mit Video.

Warum echte Mitarbeitende statt Darsteller?

Am glaubwürdigsten sind Menschen, die selbst von ihrem Arbeitsalltag erzählen. Sie müssen keine Profis vor der Kamera sein. Mit guter Vorbereitung und einer entspannten Atmosphäre beim Dreh entstehen natürliche Aussagen, die mehr überzeugen als jeder Werbetext. Bewerber erkennen sofort, ob jemand auswendig gelernte Sätze aufsagt oder ehrlich erzählt.
Ein paar Dinge helfen ungeübten Personen vor der Kamera:
  • Statt eines Skripts gibt es ein paar Leitfragen, die vorher bekannt sind.
  • Das Interview findet am eigenen Arbeitsplatz statt, nicht im Konferenzraum.
  • Es wird in Ruhe gedreht, ohne Publikum aus der halben Belegschaft.
  • Antworten dürfen wiederholt und neu formuliert werden.

Was solltest du im Recruitingvideo zeigen?

Bewerber möchten sehen, wo sie arbeiten würden, mit wem und an welchen Aufgaben. Zeig die Werkstatt, das Büro, die Baustelle oder das Lager so, wie sie sind. Ehrliche Bilder helfen auch, falsche Erwartungen zu vermeiden, und sorgen dafür, dass sich die Richtigen bewerben. Wer im Video sieht, dass der Job körperlich fordernd ist, fühlt sich später nicht getäuscht.
Gut funktionieren konkrete Situationen: der erste Arbeitstag, die Zusammenarbeit im Team, ein typischer Auftrag von Anfang bis Ende, die Ausbildungswerkstatt oder ein Kollege, der vom Azubi zum Meister geworden ist.

Warum nur eine Botschaft pro Video?

Ein gutes Recruitingvideo will nicht alles auf einmal erzählen. Konzentrier dich auf das, was dein Unternehmen als Arbeitgeber wirklich ausmacht, etwa Zusammenhalt, Weiterbildung oder Verantwortung ab dem ersten Tag. Je genauer die Botschaft, desto eher bleibt sie hängen. Ergänzende Themen kannst du in kurzen Clips für Social Media aufgreifen.

Wie lang sollte ein Recruitingvideo sein?

Das hängt vom Einsatzort ab. Als Richtwert gilt: Für die Karriereseite funktionieren ein bis zwei Minuten gut, für Social Media und Stellenanzeigen eher 15 bis 45 Sekunden. Entscheidend ist, dass die ersten Sekunden sofort zeigen, worum es geht, und dass das Video endet, bevor es sich zieht.

Wie machst du aus einem Dreh mehrere Formate?

Aus einem Drehtag lassen sich verschiedene Versionen schneiden. Wichtig ist, das schon bei der Planung zu berücksichtigen, damit Hoch- und Querformat gleich mitgedacht werden:
  • ein längerer Film für die Karriereseite im Querformat,
  • kurze Clips im Hochformat für Instagram, TikTok und YouTube Shorts,
  • einzelne Mitarbeitenden-Statements für Stellenanzeigen und LinkedIn,
  • Ausschnitte für Messen, Ausbildungsbörsen und das Onboarding.
So wird das Material dort eingesetzt, wo potenzielle Bewerber tatsächlich unterwegs sind, und der Aufwand für den Dreh verteilt sich auf viele Kanäle. Tipps für die kurzen Formate findest du im Beitrag zu Kurzvideos für Unternehmen.

Wie machst du den nächsten Schritt einfach?

Am Ende sollte klar sein, wie es weitergeht: ein Link zur Bewerbung, ein Ansprechpartner mit Namen und Gesicht oder die Möglichkeit, unkompliziert per Nachricht Kontakt aufzunehmen. Je einfacher der erste Schritt ist, desto eher wird er gegangen. Lange Bewerbungsformulare schrecken gerade im Handwerk und in der Pflege viele Interessierte ab.

Checkliste für dein Recruitingvideo

  • Zielgruppe festlegen: Azubis, Fachkräfte oder eine bestimmte Stelle?
  • Eine Kernbotschaft formulieren, die dich als Arbeitgeber unterscheidet.
  • Zwei bis vier Mitarbeitende auswählen, die gern erzählen.
  • Echte Orte und echte Arbeitssituationen einplanen.
  • Hoch- und Querformat von Anfang an mitdenken.
  • Einen klaren nächsten Schritt für Bewerber festlegen.
  • Einsatzorte planen: Karriereseite, Social Media, Stellenanzeigen, Messen.

Fazit

Ein Recruitingvideo ersetzt nicht das Bewerbungsgespräch, aber es sorgt dafür, dass Bewerber mit einem realistischen Bild und echtem Interesse ins Gespräch kommen. Echte Menschen, echte Orte und eine klare Botschaft sind dabei wichtiger als jede Hochglanzoptik.
Ich produziere Recruitingvideos für Unternehmen in Helmstedt, Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg: vom Konzept über den Dreh mit deinem Team bis zu den fertigen Versionen für alle Kanäle. Wenn du gerade Fachkräfte oder Azubis suchst, lass uns im kostenlosen Erstgespräch über dein Recruitingvideo sprechen.

Du planst ein Video für dein Unternehmen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, welches Format zu deinem Ziel passt – unverbindlich und persönlich.